Es ist Februar, die Sonne nimmt an Kraft zu. Sogar so, dass wir es jetzt auch endlich spüren. In manchen Ecken sprießen schon die ersten Frühjahrsblüher, Vögel schauen sich nach geeigneten Nistplätzen um. Im Gemüsegarten bereitet sich unbemerkt der Boden auf die nächste Runde vor. Im allerbesten Fall unter einer warmen Mulchschicht. Für alle Ungeduldigen ohne Gewächshaus, gibt es schon im Februar einiges, was im Beet gemacht werden kann. Hier kommen drei Anregungen dafür. Plus: Effektive Mikroorganismen sind der Game Changer für deine Gartenarbeit (nicht nur im Februar). Ein alles verändernder Tipp.

krokus

Zunächts einmal sei geklärt, was Effektive Mikroorganismen überhaupt sind

Wenn man über Mikroorganismen spricht, löst das in den meisten Menschen Angst hervor, da dieser Begriff, sofort mit Bildern von Krankheit, Seuchen und Tod in Verbindung gebracht wird. Die moderne Werbung und Schulmedizin, begann vor über 100 Jahren ein Feindbild gegen die Mikroben zu kreieren, indem sie sagten: Gesundheit ist die Freiheit von Mikroben. Nun hatte man einen Sündenbock erschaffen, der es ermöglichte, Millionen von Tonnen an chemischen Mitteln auf den Markt zu bringen. Wenn man sich einmal Zeit nimmt und in die Natur blickt, wird man aber erkennen, dass Wachstum, Artenvielfalt und ein gesundes Leben nicht durch Chemie entstehen und erhalten bleiben, sondern durch die natürlichen Zyklen der Mikrobenwelt, die der ganzen Schöpfung zu Grunde liegt und alles Leben auf diesem Planeten steuert.

Effektive Mikroorganismen, kurz EM, bestehen aus über 80 anaeroben und aeroben regenerativen Mikroorganismen, die im Gleichgewicht miteinander leben. Die EMs wirken immer aufbauend, reinigend und lebensfördernd auf ihre Umwelt. Schadkeime, Vieren und Parasiten hingegen, fördern Zerfall, Krankheit und die Auflösung alles Lebendigen.

Folgende Mikroorganismen bilden die Basis der EMs:

  • Milchsäurebakterien wie z.B. Lactobacillus plantarum und Lactobacillus casei,
  • Photosynthesebakterien wie z.B Rhodopseudomonas palustris
  • und Saccharomyces cerevisiae, auch bekannt als Bäckerhefe.

Schon seit Jahrtausenden werden diese Mikroorganismen zur Herstellung und Konservierung von Lebensmitteln, wie zum Beispiel Joghurt, Wein, Bier und Sauerkraut eingesetzt. Wenn aufbauende Mikroorganismen mit organischen Substanzen (Lebensmitteln) in Berührung kommen, beginnt ein Stoffwechselprozess, bei dem die Mikroben wertvolle Antioxidantien, Vitamine und Enzyme produzieren, die für den menschlichen Organismus, wie auch für seine Umwelt von größtem Nutzen sind. Diese Stoffwechselprozesse verhindern krankmachende Prozesse wie Fäulnis, Rost, Eiter, Alterung, usw.

So kommen die Effektiven Mikroorganismen überall dort zum Einsatz, wo man Krankheit und Fäulnis verhindern und ein aufbauendes, regeneratives und lebensförderliche Klima etablieren möchte. Zum Beispiel im Garten, d.h. in der Erde, die Grundlage für Pflanzengesundheit- und Wachstum ist.

Und jetzt zum Game Changer – Effektive Mikroorganismen für deine Gartenarbeit nicht nur im Februar

Wer seinen Boden mit Effektiven Mikroorganismen und Bokashi pflegt, hat einen maximal belebten Boden, der voller gesunder Mikroben ist. Krankheitskeime aus dem Vorjahr haben keine Chance, denn ihnen fehlt der faulige Nährboden. So etwas wie „Bodenmüdigkeit“ gibt es nicht. Deshalb muss man sich kein Kopfzerbrechen über Fruchtfolgen und komplizierte Mischkulturenplanung machen. Günstige Pflanzennachbarn dürfen natürlich trotzdem berücksichtigt werden. Je mehr die Erde mit Effektiven Mikroorganismen gepflegt wurde, desto gesünder und robuster ist der Kreislauf von Boden, Pflanze, Tier und Mensch. Krankheiten bleiben aus, die Pflanzen werden stark, üppig im Wuchs und vor allem sehr vitalstoffreich, was der Gesundheit des Menschen wiederum zu Gute kommt. Wir können nie gesünder sein, als der Boden, in dem unsere Nahrung gewachsen ist!

Lies hier genau nach, wie einfach es geht, selbst Bokashi aus deinen Essensresten und Bioabfällen herzustellen. So sparst du dir den Gang zu ekligen Biotonne und wandelst deine Abfälle in hochertragreichen und natürlichen Dünger um.

Garten

Was im Februar schon im Freiland gemacht werden kann

1. Unter Vlies sähen

Es ist nicht unbedingt notwendig ein Frühbeet zu kaufen oder zu bauen, wenn man schon im Februar etwas aussäen will. Eine Vliesschicht über der Saat tut es auch. Am besten legt man sie schon zwei Wochen vorher auf die entsprechende Stelle aus, damit sich der Boden an dieser Stelle schon einmal ein bisschen erwärmen kann. Dann kann man dicke Bohnen oder Puffbohnen, Erbsen, Radieschen, Spinat und Frühlingszwiebeln säen. Natürlich wird es erst einmal sehr langsam voran gehen aber sobald die Temperaturen nach oben gehen, schnellt das Wachstum in die Höhe.

2. Topinambur pflanzen

Absolut unkompliziert ist Topinambur als Gemüse. Einfach die Knollen im Abstand von 30 cm etwa 12 cm tief in den Boden stecken. Dafür ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Die Pflanze ähnelt der Sonnenblume und kann bis zu 2 m hoch werden. Sie bietet daher einen idealen Windschutz für empfindlichere Pflanzen. Die Knollen, die man im Sommer bzw. im Herbst erntet, sind sehr gesund und reich an Inulin. Dieser Stoff ist eine wunderbare Nahrung für die guten Darmbakterien in unserem Mikrobiom. Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls reichlich in der Knolle vorhanden. Lies hier nach, warum Topinambur so gesund ist.

3. Beete mit Bokashi vorbereiten

EM-Bokashi kann schon Ende Februar in die oberste Krume der Beete eingearbeitet werden. Jetzt hat das Bodenleben Zeit den wertvollen Dünger aufzunehmen und umzuwandeln. Der Boden wird dadurch optimal mit Nährstoffen versorgt. Bokashi entsteht, indem du deine Küchenabfälle (auch Gekochtes, Zitrusschalen und z.B. Käsereste) in Verbindung mit Humusstreu fermentierst. Das geht schnell, stinkt nicht und du musst nicht ständig zum Komposthaufen oder der übel riechenden Bio-Tonne gehen. So machst du aus deinen Äbfällen kostenlos einen hochertragreichen Terra-Preta-Dünger.

Bokashi eingraben

Wenn ihr diese Vorteile für euch nutzen wollt, dann schaut euch auf unserer Homepage um. Gerne könnt ihr uns auch anrufen oder uns eine E-Mail schreiben. Wir beraten euch kostenlos.

Ein prima Buch, um das Thema Gartenarbeit mit EM zu vertiefen ist „Mit EM durch Gartenjahr“ von Anne Lorch, das in unserem Shop zu finden ist. Dort findet ihr auch den Bokashi-Eimer, unserer EMs und zahlreiche andere nachhaltige EM-Produkte, nicht nur zur Gartenarbeit.

Oder ihr besucht einen unserer zahlreichen EM-Stammtische und Vorträge.

Im Mai veranstalten wir einen Workshop zum Thema Gärtnern mit EM. Wenn ihr über den genauen Termin auf dem Laufenden gehalten werden wollt, dann schreibt uns eine E-Mail an info@em-alb.de oder tragt euch in unseren Newsletter ein.

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