Wald

Dieser würzige, satte und wunderbare Duft von Waldboden kennt wohl jeder von uns. Wenn nicht, braucht man nur in den nächsten Wald zu gehen und eine Nase davon zu nehmen. Der Geruch ist aber nicht nur ein Merkmal des Waldbodens, jede Erde, gerade diese im Gemüsegarten, kann und sollte so oder so ähnlich riechen, um zu gewährleisten, dass der Boden im Garten gut ist.

Der Duft vom Waldboden kommt nämlich daher, dass dort eine richtig dicke Schicht Humus vorhanden ist (die wir auch im Garten haben möchten). Sie speichert Regenwasser und füllt ständig die Nährsalzreserven des Bodens auf. Man riecht diese Humusschicht ständig, wenn man durch den Wald geht aber sehen tut man sie eigentlich nicht. Und das ist schon einer der Knackpunkte! Die Natur ist stets darauf bedacht, den Boden zu bedecken. Im Wald geschieht das durch Gräser, Kräuter und niedriges Unterholz. Nirgends gibt es nackte Erde. Fallendes Laub, verwelkte Pflanzen und dürre Zweige bilden ständig eine lockere, langsam verrottende Bodenschicht, die dazu führt, dass der Wald niemals gedüngt werden muss. Wir können uns davon einiges abschauen und übertragen, um im Garten einen guten Boden sicherzustellen.

Guter Boden im eigenen Garten: Humusreich und duftend

So geht´s:
Das oberste Gebot ist es, alles zu tun, was das vielfältige Bodenleben fördert und alles zu vermeiden, was ihm schadet.

Einbringen von Effektiven Mikroorganismen durch Gießen
Dies lockert den Boden auf (durch vermehrte und vielfältige Bodenlebewesen, die so eingebracht werden). Die Nährstoffaufnahme der Pflanzen steigt. Sie bilden gute Abwehrkräfte aus und die Früchte reifen besser ab.

Vorgehensweise:
Für widerstandsfähige Pflanzen: Bei Beginn der Gartensaison mit Mikro-aktiv (100 ml auf 10 L Wasser) alle Flächen kräftig wässern. Während der Wachstumsphase mit Mikro-aktiv (50 ml auf 10 L Wasser) wöchentlich gießen. Wasseraufbereitung: 500 g EM-Keramikpipes grau pro 1000 L Wasser einhängen.

Gießen mit Mikro-aktiv

Gute organische Düngung zum Beispiel mit Bokashi
Das fermentierte Material ist von allen Bodentierchen inklusive der Regenwürmer heiß begehrt. Die Ausscheidungen dieser Bodentiere werden dann von mikroskopisch kleinen (Effektiven) Mikroorganismen aufgenommen und in Kohlendioxid, Wasser und wasserlösliche Mineralsalze abgebaut. Manche Bodenbakterien binden sogar den Stickstoff der Luft und stellen ihn den Pflanzen zur Verfügung. Man erreicht dadurch einen schnellen Humusaufbau. Wichtig: Das Bokashi sollte mit Pflanzenkohle angesetzt worden sein. Dies führt dazu, dass vermehrt Humuskomplexe gebildet werden, die lange im Boden verbleiben, da Pflanzenkohle stabil in der Erde bestehen bleibt. Optimal dafür eignet sich unsere Humusstreu, die Schicht für Schicht im Wechsel mit den Küchenabfällen in den Bokashi-Eimer kommt. Sie begünstigt eine schnelle und geruchsneutrale Fermentation.

Vorgehensweise:
0,3-0,6 kg Bokashi pro Laufmeter in eine bis zu 20 cm tiefe Furche füllen und mit Erde bedecken. Mit Mikro-aktiv (50 ml auf 10 L Wasser) stark wässern, um die Zersetzung zu fördern.

Bokashi ins Beet einarbeiten

Mulchen
So wie es die Natur uns vormacht, sollten wir es im Garten nachmachen, denn Mikroorganismen lieben es feucht und dunkel. Sie bekommen durch das verrottende Mulchmaterial ständig Nährstoffnachschub und fühlen sich rundum wohl. Und wir als Gärtner müssen viel weniger Gießen.

Vorgehensweise:
Mulch in Form von Rasenschnitt oder Heu schützt den Boden vor Austrocknung und erhöht die mikrobielle Vielfalt. Es muss wesentlich weniger gegossen werden. Der Königsweg ist die Herstellung von Bokashi Gras als Mulch: Vor dem Mähen bei trockenem Wetter EM-Lösung (1 L Mikro- aktiv auf 1 L Wasser) per Rückenspritze großflächig ausbringen, mähen und den Rasenschnitt in eine Tonne oder einen Plastiksack füllen, gut verdichten. Nach 3 Wochen ist das Bokashi Gras fertig und kann als Mulch ausgebracht werden.

Vorsicht: Bokashi Gras nicht an Jungpflanzen und ins Gewächshaus ausbringen (Verätzungsgefahr).

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Abgemulchtes Beet

Vorteile humusreicher Böden:

  • Sie sind locker und gut durchlüftet
  • Sie erwärmen sich schnell
  • Speichern mehr Wasser (was übrigens durch die Pflanzenkohle noch gesteigert wird!)
  • Sie sind viel leichter zu bearbeiten
  • Hohe Aktivität der Bodenlebewesen und somit gesunde und wuchsfreudige Pflanzen
  • Duftet würzig nach Waldboden
Garten

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