WAS IST EM?

Wenn man über Mikroorganismen spricht, löst das in den meisten Menschen Angst hervor, da dieser Begriff, sofort mit Bildern von Krankheit, Seuchen und Tod in Verbindung gebracht wird. Die moderne Werbung und Schulmedizin, begann vor über 100 Jahren ein Feindbild gegen die Mikroben zu kreieren, indem sie sagten: Gesundheit ist die Freiheit von Mikroben. Nun hatte man einen Sündenbock erschaffen, der es ermöglichte, Millionen von Tonnen an chemischem Reinigungs- und Desinfektionsmittel auf den Markt zu bringen. Wenn man sich einmal Zeit nimmt und in die Natur blickt, wird man erkennen, dass Wachstum, Artenvielfalt und ein gesundes Leben nicht durch Chemie entstehen und erhalten bleiben, sondern durch die natürlichen Zyklen der Mikrobenwelt, die der ganzen Schöpfung zu Grunde liegt und alles Leben auf diesem Planeten steuert.

Effektive Mikroorganismen, kurz EM, bestehen aus über 80 anaeroben und aeroben regenerativen Mikroorganismen, die im Gleichgewicht miteinander leben. Die EMs wirken immer aufbauend, reinigend und lebensfördernd auf ihre Umwelt. Schadkeime, Vieren und Parasiten hingegen, fördern Zerfall, Krankheit und die Auflösung alles Lebendigen.

Folgende Mikroorganismen bilden die Basis der EMs:

  • Milchsäurebakterien wie z.B. Lactobacillus plantarum und Lactobacillus casei,
  • Photosynthesebakterien wie z.B Rhodopseudomonas palustris
  • und Saccharomyces cerevisiae, auch bekannt als Bäckerhefe.

Schon seit Jahrtausenden werden diese Mikroorganismen zur Herstellung und Konservierung von Lebensmitteln, wie zum Beispiel Joghurt, Wein, Bier und Sauerkraut eingesetzt. Wenn aufbauende Mikroorganismen mit organischen Substanzen (Lebensmitteln) in Berührung kommen, beginnt ein Stoffwechselprozess, bei dem die Mikroben wertvolle Antioxidantien, Vitamine und Enzyme produzieren, die für den menschlichen Organismus, wie auch für seine Umwelt von größtem Nutzen sind. Diese Stoffwechselprozesse verhindern krankmachende Prozesse wie Fäulnis, Rost, Eiter, Alterung, usw.

So kommen die Effektiven Mikroorganismen überall dort zum Einsatz, wo man Krankheit und Fäulnis verhindern und ein aufbauendes, regeneratives und lebensförderliche Klima etablieren möchte.

Dazu gehören:
• Boden- und Gülleaufbereitung

• Fütterung

• Reinigung von Gewässern

• Gartenpflege und Pflanzengesundheit

• Klärschlammreduktion

• Reinigung im Haushalt

• Wellness, Wohlbefinden und Vitalität

• Trinkwasseraufbereitung

• Baubiologie

Die Effektiven Mikroorganismen sind nicht gentechnisch verändert!

WAS IST TERRA PRETA?

Ursprung der Terra Preta

Terra Preta ist portugiesisch, heißt „Schwarze Erde“ und bezeichnet einen fruchtbaren Boden im Amazonasgebiet. Seine Entdeckung durch Forscher in den 1960er Jahren war eine Überraschung, denn der Regenwaldboden in diesen Gebieten galt als karg und nährstoffarm. Terra Preta ist tatsächlich kein natürliches Phänomen, sondern eine Erscheinung, die durch Menschenhand über Jahrtausende entstanden ist. Die damaligen Ureinwohner (de Indios) waren wahre Meister im Kreislaufwirtschaften. Sie verstanden es wie kaum ein anderes Volk, ihre Abfälle, wie Dung, Fäkalien und Pflanzenreste in Verbindung mit Herdkohlen in Tongefäßen zu fermentieren und einzugraben, um fruchtbare Erde zu gewinnen. So entwickelten sich über tausende von Jahren ihres Daseins, riesige Terra Preta Vorkommen (10 % ganz Amazoniens), die zum Teil einen Humusgehalt von bis zu 40% aufweisen. Somit zählen die Terra Preta zu den fruchtbarsten Erden der Welt.

Herstellung von Terra Preta für den Garten

Alle organischen Abfälle, die im Garten anfallen, können mithilfe von Pflanzenkohle, Gesteinsmehl und EM Alb-aktiv (oder unsere Humusstreu als fertige Mischung aller drei Komponenten) innerhalb kürzester Zeit zu wertvoller Terra Preta umgewandelt werden. Dabei ist zu beachten, dass erst durch eine Fermentation der drei Komponenten mit den Gartenabfällen, Nährstoffe gelöst und dauerhaft in die Kohlestruktur eingebunden werden. Bringen Sie niemals Pflanzenkohle ohne die Anreicherung von Nährstoffen in Ihr Beet aus. Die Kohle würde aus dem Boden die noch vorhandene Nährstoffe aufnehmen und somit das Pflanzenwachstum schwächen.

Terra Preta aus Küchenabfällen

Seine eigenen Küchenabfälle zu hochwertiger Terra Preta zu machen, ist die einfachste, sinnvollste und effektivste Art den kleinen Kreislauf zwischen Garten und Haushalt zu schließen. Mithilfe unseres Humusstreus und des Bokashi Eimers können alle Haushaltsabfälle außer Knochen innerhalb kürzester Zeit zu hochwertiger Terra Preta umgewandelt werden. Währen die Haushaltsabfälle fermentieren, schütten die Effektiven Mikroorgansimen wertvolle Antioxidantien, Enzyme und Vitamine aus, die für ein gesundes Wachstum der Pflanzen sehr wichtig sind. Die Pflanzenkohle und das Gesteinsmehl dienen als Nährstoffspeicher und Mineraliengeber. Wer also regelmäßig seine Pflanzen mit seinen eigenen Haushaltabfällen düngt, der wird mit starken und gesunden Pflanzen und einer üppigen Ernte belohnt.

Terra-Preta-Kompost

Um das Maximum an Nährstoffen aus seinem Kompost zu gewinnen, ist es wichtig, Fäulnis zu verhindern und Nährstoffe dauerhaft zu binden. Wer mit Effektiven Mikroorganismen, Urgesteinsmehl und Pflanzenkohle seinen Kompost behandelt, wird überrascht sein von der schnellen Umsetzung – und das ohne nervige Gerüche und Fliegen.

Dazu wird Schichtweise EM Alb-aktiv, Urgesteinsmehl und voraktivierte Pflanzenkohle oder unser Humusstreu nach jeder Befüllung über die Organik gegeben. Um eine rasche Umsetzung des Kompost zu erhalten, sollte nach jeder Befüllung die Organik verdichtet und luftdicht verschlossen werden.

Die Terra Preta ist je nach Wetter nach ca. 3 Monaten fertig und kann sofort im Garten als Erde verwendet werden.

Mistaufbereitung

Egal ob Kuh-, Pferde- oder Kleintiermist – alles eignet sich zur Terra Preta Herstellung. Wenn allerdings zu viel Sägespäne verwendet werden, sollte auf eine Düngung verzichtet werden, da diese die Bodenfruchtbarkeit mindern. Wie beim Terra Preta Kompost, sollte auch bei der Mistaufbereitung darauf geachtet werden, nach der Aufbereitung, alles gut zu verdichten und wenn möglich mit einer Plane luftdicht abzudecken.

Nach 2-3 Monaten Reifezeit ist der Mist fertig und kann als hochwertiger Dünger, für Wiesen, Weiden oder Acker verwendet werden.

Nähre Informationen zur Terra-Preta-Herstellung aus Mist gibt es hier.

Gülleaufbereitung

Gerade bei der Güllebehandlung hat sich der Einsatz von Pflanzenkohle, Urgesteinsmehl und Effektiven Mikroorgansimen bewährt. Aus einem Problemdünger kann man innerhalb weniger Wochen ein hochertragreicher Dünger erhalten, der nicht mehr stinkt, nicht mehr ätzt, keine Schwimmschichten mehr aufweist und ein Großteil seiner Nährstoffe mithilfe der Pflanzenkohle und des Urgesteinsmehls speichern kann und somit die Pflanzen auf dem Feld ideall versorgt. Eine unbehandelte Gülle hat hingegen das Problem, dass schon während der Lagerung ein Großteil der Nährstoffe in Form von flüchtigen Gasen wie Ammoniak verloren geht. Auswaschungen ins Ober- und Grundwasser kommen noch hinzu und zwingen den Landwirt, diesen Verlust durch Mineraldünger wieder auszugleichen.

Wer seine eigenen Betriebskreisläufe optimieren will, um Betriebskosten zu senken, kommt um ein intelligentes Güllemanagement nicht herum.

Hier geht’s zur Gülleaufbereitung.

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